Barry Greene – Giants

Barry Greene – Giants

B

Origin Records

Lob aus überaus berufenem Munde stammt von keinem Geringeren als Pat Martino: Barry Greene is just about one of the best; not only as a player, but also as a writer and a teacher…a world-class musician.”

„‘GIANTS‘ is jazz guitarist Barry Greene's most fully realized recording to date - a powerful tribute to the players who shaped his musical voice, including Pat Martino, Grant Green, Wes Montgomery, and Russell Malone. Spanning organ trio, modern ensemble, and solo guitar settings, the album reflects a lifetime of deep immersion in the jazz tradition, delivered with authority, swing, and an unmistakable personal voice.“, so lesen wir es bei Origin Records. Neben Greene hören wir Pat Bianchi an der B3-Orgel und drummer Ulysses Owens Jr.. Weitere Mitmusiker in Greenes Quintett sind David Kikoski am Piano, Steve Nelson am Vibrafone sowie am Bass Marco Panascia.

Es swingt, es groovt, es erweckt den Blues, es bringt die Erinnerung an die Blütezeit der Hammond B3 zu Gehör – ja all das vereint das Ensemble um den Gitarristen Barry Greene auf der aktuellen Album. Der dunkle wabernde Klang der Hammondorgel vereint sich mit dem glockenhellen Kristallklang des Vibrafons und dem brillanten Saitenklang der Gitarre, all dies bereits zu Beginn des Albums: Mit „BACKTRACK“ wird an Lonnie Smith erinnert, einen US-amerikanischer Jazz-Organisten, der auch im Rhythm and Blues und Motown zuhause war. Bekannt wurde er mit dem George Benson Quartet. Keine Frage, der Gitarrenklang steht neben dem der Orgel im Fokus des Stücks. Ein Hörgenuss sind nicht nur die solistischen Passagen von Greene, sondern auch vom Organisten Pat Bianchi. Weiter geht es mit einem Stück von Sam Jones namens „UNIT 7“, ehe dann Grant Greene’s Komposition „Green Streets“ zu hören ist. Grant Greene war wie Barry Greene Gitarrist, der bei Blue Note verlegt wurde und zeitweilig auch mit George Benson zusammenspielte.

Viel Swing und rauschendes Schlagzeug erleben wir in dem Stück „Unit7“ ebenso wie ein filigranes Spiel des Gitarristen Barry Greene, der in diesem Stück vom Pianisten seiner Band begleitet wird. Dieser sorgt für prägnante Akzente und verliert sich zudem in quirligen Tasteneskapaden. Kaskaden des glasklaren Klangs erleben wir im Spiel des Vibrafonisten. Dessen Spiel lässt in seinem Klangfluss an rauschendes Wildwasser denken. Der Schlagwerker eröffnet übrigens ungemein fulminant das Stück von Grant Greene. Zudem lauschen wir dem verhalten agierenden Organisten, ehe uns Barry Greene einfängt. Durchaus an Funk müssen wir im Weiteren denken, wenn der Organist die musikalische Regie führt. Funky, funky ist auch die Devise des Gitarristen im Fortgang des Stücks.

Nach „QUESTION AND ANSWER“, von Pat Metheny komponiert, heißt es dann „SOS“ aus der Feder von Wes Montgomery. Dabei kopiert Greene Montgomery nicht, sondern setzt eigene Akzente, auch in einem sehr schnellen Saitenspiel; mal abgesehen davon, dass die Instrumentierung des Ensembles eine Vielzahl von Möglichkeiten eröffnet, man denke an das Solo des Vibrafonisten, der Stromschnellen des Klangs erzeugt, um es in einem Bild zu formulieren. Und auch der Pianist erweist sich als ein Quell sprudelnder Klänge. So rückt Wes Montgomery mit seinem spezifischen Ansatz an der Gitarre eher in den Hintergrund. Die lyrische Seite des Jazz erleben wir in der Interpretation von „MY ONE AND ONLY LOVE“. Zeitweilig hat man den Eindruck Barry Greene zelebriere eine Etüde des Jazz in seinem Solo-Vortrag.

„IN HER ROOM“ ist die einzige Eigenkomposition von Barry Greene, die für das Album aufgenommen wurde. Ein wenig erinnert die Melodie des Stücks an „Herzschmerz“ und an Broadway-Shows, die ein wenig schnulzig ausgeformt sind. Welch ein Kontrast ist das zu „JINGLES“ von Wes Montgomery. Barry Greene bewegt sich dabei in seinen Sequenzen durchaus in den Fußspuren des Granden des Gitarren-Jazz. Das Stück ist bewegt, hat Swing und auch eine Prise Funk. Flott ist das Tempo genauso wie das Fingerspiel des Gitarristen Barry Greene. Den Schluss des Albums bildet „EL HOMBRE“ von Pat Martino. So schließt ein Album, das den unvergessenen Könnern aus der Geschichte des Jazz erneut eine Stimme gibt.

© f. dupuis-panther 2026


ORIGIN

Musicians
Barry Greene Guitar
Ulysses Owens Jr. Drums
David Kikoski Piano (2,4,5,7,8)
Steve Nelson Vibraphone (2,4,5,7,8)
Marco Panascia Bass (2,4,5,7,8)
Pat Bianchi B3 Organ (1,3,9,10)

Tracks
1 BACKTRACK Lonnie Smith 9:41
2 UNIT 7 Sam Jones 7:14
3 GREEN STREET Grant Green 3:54
4 QUESTION AND ANSWER Pat Metheny 12:49
5 SOS Wes Montgomery 6:44
6 MY ONE AND ONLY LOVE Guy Wood 3:02
7 MUGSHOT Russell Malone 5:51
8 IN HER ROOM Barry Greene 6:29
9 JINGLES Wes Montgomery 6:10
10 EL HOMBRE Pat Martino 6:41

 


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