Patrick Shiroishi & Jason Nazary - here i am no i
P
We Jazz Records
Aktuell liegt ein Duo- Album von Multiinstrumentalist Patrick Shiroishi und Drummer Jason Nazary vor. Es markiert das Debüt bei We Jazz Records. Zum Album lesen wir nachstehende Zeilen: „here i am no i is a free-flowing body of work with continuous forward-motion, building on the acoustic duo setting and expands with electronics and voice landing somewhere beyond genre. Dedicated to jaimie branch, the album is a spontaneous product of trying to come to terms with the unimaginable loss of a close friend.“ Und der Drummer des Duos ist mit folgenden O-Tönen zu hören: ”This project was, at least for me, the first collaboration and really even the first time I had played music with anyone after jaimie passed. At the time I was still very raw and still processing everything. I remember recording the whole thing in one go. I had kind of locked myself in the studio for a few days recording constantly [released by Nazary as Time in Knot on Bandcamp shortly after] when Patrick sent me these 7 tracks and I just put the whole thing up in a session and recorded them as one set. It was very spontaneous, mainly bacause I didn’t have the bandwidth to do much else at that time.”
Weichzeichnungen umfangen uns, wenn „.another true story“ zu hören ist. Der Klang des Saxofons verschmilzt und verknotet sich, erscheint wie ein aufgerolltes Wollknäuel, das es zu entrollen gilt. Stetige Wiederholungen machen das Stück aus, bei dem der Drummer für Fellgewische sorgt. Sonores durchzieht das Stück, das im Kern von dem Klang des Tenorsaxofons lebt. Im Verlauf des Stücks nimmt die Dynamik zu, scheint sich der Saxofonist zu entäußern und dann ist Schluss. Lyrisches Gebläse vernehmen wir bei „lovesong of the square root of negative one“. Harte Trommelschläge sind dem Saxofonsingsang unterlegt. Auf Loops greifen die beiden Musiker auch zurück. So entsteht der Eindruck eines mehrstimmigen Saxofonsatzes. Man könnte gar von einem Kanon reden. Nach „black on dark sienna on purple“ folgt „dots“. Und fürwahr, der Saxofonist setzt Punkt an Punkt, helle wie auch dunkle. Und dabei hilft das Zugreifens auf Loops, um den entsprechenden Höreindruck zu vermitteln. Hier und da hat man gar den Eindruck, der Klang einer Bassklarinette vermische sich mit dem eines Tenorsaxofons, das sich in Alt-Lage ergeht. Stetes Getrommel vernimmt man obendrein. Ab und an schwirren Becken sanft. Im Verlauf des Stücks hört man ein losgelöstes Saxofon und eine zweite Stimme, die durch Loops erzeugt wird. Und ist da nicht auch ein E-Bass mit von der Partie, angesichts der Tatsache, dass einer der Musiker Multiinstrumentalist ist, kein Wunder, oder?
Weiter geht es mit „endless skyway“. Aufgeregt und nervös agiert der Saxofonist. Der Drummer hält sich hingegen bedeckt. Klangwiederholungen reihen sich aneinander. Darüber hört man zartes Melodiegebläse. Bisweilen hat man den Höreindruck eines Harmoniums, oder? Stimmenwirrwarr wird in diesem Stück auch zelebriert. Doch das ist nur ein Intermezzo, ehe ein harmonisches Ende angestrebt wird. Zum Schluss heißt es „approach of the horizon“, ein teilweise balladenhafter Beitrag des us-amerikanischen Duos. Ab und an muss man gar an ein Kinderlied denken. Dabei Verquicken sich verschiedene Saxofonstimmen, Sopran und Alt könnte man meinen.
© ferdinand dupuis-panther 2026
Musicians
Jason Nazary - drums, percussion & electronics
Patrick Shiroishi - tenor saxophone, voice & effects
Tracks
1.self portrait against blue 03:33
2.another true story
3.lovesong of the square root of negative one
4.black on dark sienna on purple
5.dots
6.endless skyway
7.approach of the horizon
















