Dan Costa – Beams (fdp)

Dan Costa – Beams (fdp)

D

self production

Vorab sei aus den Liner Notes zitiert, die von keinem Geringerem als Randy Brecker stammen: „The conversations and interactions between musicians and genres is amazing and all without any wasted notes. In fact what I like so much with regard to this project, is the fact that Dan Costa, who is obviously classically trained as a pianist has "chops" galore on the instrument, but chooses his notes very carefully. His virtuosity is evident, but he uses it very sparingly, and all his famous guests are in the same zone … less notes but a lot of lovely, heartfelt, emotional, music. The tunes likewise on the surface technically aren't easy to perform, but in these masters' hands they are easy to digest, There is plenty of space and air on this recording, so it sinks in under your skin easily and beautifully. 'Organic' is the operative word. …“

Aufgenommen wurde das vorliegende Album in New York. Die Namen der Beteiligten lesen sich wie das Who is Who des Jazz der Gegenwart : u. a. John Patitucci, Mike Stern, Dave Liebman und Hermeto Pascoal.

Mit dem Titelstück „Beams“ eröffnet das vorliegende, selbst verlegte Album. Dabei erleben wir eine Verwebung von Klavier- und Basssetzungen. Dazu gibt es ein sachtes Beckenflirren und -schwirren. In den Klavierpassagen scheinen sich hier und da Anlehnungen an klassische Formen wiederzufinden. Nachhaltig bleiben die durchdringenden Trompetenklänge von Dave Douglas im Gedächtnis. Perlendes Klavierspiel nehmen wir als Hörer über weite Strecken im Fortgang des Stücks wahr. Sensibel agiert der Bassist John Patitucci, ohne sich aufzudrängen. Das Klangfeld deckt im Kern der Pianist Dan Costa ab. Dabei verliert sich Costa nicht in belanglosen Aquarellierungen, sondern setzt Zäsuren in seinem Spiel, ehe dann dem Trompeter die letzten Takte des Stücks gehören   Neo-romatisch mutet die Eröffnung von „Acalantando“ an. Altsaxofonklänge schweben dahin, gleichen auflösendem Frühnebel. Sacht kaskadierende Klavierklänge drängen obendrein ans Ohr des Zuhörers. Dabei agiert ein Quartett mit Dan Costa, Teco Cardoso, John Patitucci und Paulinho Vicente.

„Sparks of Motion“ ist ein Stück, bei dem der Gitarrist Mike Stern sein ganzes Können entfaltet und auch die Einführung des Stücks übernimmt. Der Beginn, der an Jazz Rock denken lässt, findet im Verlauf weitere Bezüge. Das ist immer dann der Fall, wenn Mike Stern seine glockenhellen Saitenklänge und die durchscheinenden sphärischen Anmutungen umsetzen kann. Das erscheint als eine Art Intermezzo, denn ansonsten bestimmt das Dreigespann aus dem Pianisten, Drummer und Bassisten die Linien des Stücks. Ohne einen der Bläser wird „Cypress“ durch ein Trio um den Pianisten Dan Costa umgesetzt. Da vernehmen wir dahinfliegende und perlende Tastenklänge und einen durchaus hochtönig gestimmten Bass sowie ein distinktes Tick-Tick. Bassist und Drummer kommen bei dem genannten Stück durchaus mehr als sonst auf dem Album zur Geltung. Bei „Então“ sind als Vokalistin Anne Boccato – sie zelebriert Scat Vocals –  und Hermeto Pascoal als Perkussionist mit von der Partie. Dann, ja dann umweht uns ein wenig der Hauch von lateinamerikanischen Düften, obgleich Dan Costa nicht etwa in pure Samba- oder Bossa-Rhythmen verfällt. Andeutungen davon blitzen auf, aber das ist es dann auch schon.  Und wer ist da am Ende mit Stimmakrobatik zu kurz angebundenen Rhythmen zu hören? Ist das Dan Costa, der da mit Dideddidibebebdidipedipe oder ähnlichen Lautäußerungen  durchaus auch für eine humoristische Note bei diesem Stück sorgt? Vokales steht im Übrigen in „Paw Prints“ im Fokus, wenn auch keine Verslyrik, sondern Lautmalerisches. Sprudelnde Umspielungen sind es, die Dan Costa uns darbringt. Dazu vernehmen wir eine redundante Basslinie. Über dieser liegen die  am Ende kristalline Klangausformungen, die der Pianist auch ins Stück eingebunden hat. Nach einem Basssolo vereinen sich die Musiker wieder und Anne Boccato gehört der Klangraum. „Stardial“ bildet schließlich den Ausklang des Albums.

© fdp 2023




Line-up

Piano, compositions, arrangement,
production - Dan Costa
www.dancosta.net
Double bass - John Patitucci
Drums - Paulinho Vicente
Trumpet - Dave Douglas
Alto Saxophone - Teco Cardoso
Electric Guitar - Mike Stern
Soprano Saxophone - Dave Liebman
Percussion - Hermeto Pascoal
Vocals - Anne Boccato


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