DalaiQuartet – Brazzaville

DalaiQuartet – Brazzaville

D

AUT Records

Zum Album die nachstehenden Zeilen: "‘Brazzaville‘ is the debut album of the DalaiQuartet, a group founded by drummer, percussionist, and composer Emanuel Donadelli. The ensemble - featuring Flavio Zanuttini on trumpet, Mirko Cisilino on trombone, Marzio Tomada on double bass, and Donadelli himself on drums - invites us on an ideal sonic journey, vaguely kaleidoscopic and intoxicating. It is a voyage that evokes exotic resonances, where shamanic imagery surfaces alongside echoes of both Afro-American and European musical traditions, as if in a search for archaic roots. …“

Nein, die Rhythmen Afrikas und die Musik von Fela Kuti, Manu Dibango und anderen spielt bei der Musik des DalaiQuartetts ebenso wenig eine Rolle wie Meditatives im Sinne des tibetischen Buddhismus, was man angesichts des Bandnamens denken könnte.

Man stelle sich vor, ein Film in Breitbandformat läuft, aber statt eines Hollywood-Dramas tritt eine Live-Band mit geblasenen Zwiegesprächen auf. Diesen Eindruck bekommt man bei den ersten Takten von „Intro/Slaughter Meat“. Die Klangfärbungen liegen in den Händen des Trompeters und des Posaunisten, die Zwiegespräche führen, aufgeregte Zwiegespräche so scheint es und jeder in der jeweiligen Lage des Instruments. Wenn sich beide Instrumentalisten dann wie in einer Helix annähern, ist dies ein besonderer akustischer Leckerbissen. Weiter geht es mit „Once“. Nun mischt sich sehr wirksam auch der Bassist in den Dialog der beiden Bläser ein, setzt seine dunkle Stimme als Gegengewicht ein. Die beiden Bläser bewegen sich hier und da in einer „Stakkato-Gesprächsrunde“. Stoisch und von Wiederholungen geprägt, ist das, was der Bassist zu sagen hat. Gutturales verdanken wir den Bläsern im Fortgang des Stücks. Dabei wird auch mit Dämpfern agiert.

In „Merel’s Flower“ spielt der Bassist eine zentrale Rolle, scheint die Saiten schnell zu greifen, als würde er den raschen Gang über die Treppen von Odessa einfangen wollen. Sanft ist das Gebläse, das wir hören. Dabei vereinen sich Trompete und Posaune im Gleichlauf. Gemächlichkeit bringen sie in ihrem Spiel obendrein zum Ausdruck.

Dunkler Bass-Nachhall trifft auf das Duett von Trompete und Posaune: „J.B Alternatives“ lautet das Stück, das durchaus Schwermut ausstrahlt. Zugleich hat man den Eindruck, man lausche einer kleinen Brassband, die ein Lamento probt. Dabei scheint aber noch nicht alles abgesprochen und differenziert in den Klangläufen.

Nach „Shuffle Dalaitrioo“ folgt „Sognata“ und schließlich „Parodia di un incontro“: Also schauen wir mal wie die „Parodie eines Zusammentreffens“
musikalisch ausfällt. Beinah kammermusikalisch mutet an, was wir hören. Getragen ist das Stück. Man muss an winterliche Schwere denken, aber kaum an eine Parodie. Und was bedeutet denn überhaupt „Parodie eines Treffens“? Mit „Moving Song“ endet das hörenswerte Album, das vor allem von der dichten klanglichen Bindung zwischen Trompeter und Posaunisten lebt.

© fdp 2025


BANDCAMP

Musicians
Flavio Zanuttini - trumpet
Mirko Cisilino - trombone
Marzio Tomada - double bass
Emanuel Donadelli - drums, composition

Tracks
01 - Intro/Slaughter Meat (04.45)
02 - Once (04.01)
03 - Merel’s Flower (05.02)
04 - J.B Alternatives (04.37)
05 - Shuffle Dalaitrioo (04.18)
06 - Sognata (04.46)
07 - Parodia di un incontro (05.00)
08 - As Steve (02.26)
09 - Moving Song (03.57)


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