Antonio Macchia – Illusion
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Dodicilune
„Illusion“ ist das Debütalbum des sehr jungen, aus dem Salento stammenden Trompeters und Komponisten Antonio Macchia. Auf diesem Album leitet Macchia ein Quintett mit Michele Polga am Saxofon, Daniele Gorgone am Klavier, Carlo Bavetta am Kontrabass, Pasquale Fiore am Schlagzeug sowie einem besonderen Gastauftritt des Trompeters David Boato bei den Stücken „River Dance“ und „Lucky Man“. Macchia, als klassischer Trompeter ausgebildet, fungiert neben dem Pianisten Daniele Gorgone auch als Komponist einer facettenreichen Musik mit stilistischer Vielfältigkeit. Macchia sind u. a. „Carpenter“ sowie „River Dance“ und „Lucky Man“ zu verdanken. Hören wir mal rein!
Sprunghaftes Tastenspiel dringt zunächst bei dem Stück „Carpenter“ ans Ohr des Hörers, ehe Kaskadierungen voller Energie zu hören sind. Und dann, ja dann hören wir auch den Trompeter Antonio Macchia. Dieser sorgt für eine gewisse Klangexplosion, ehe dann der Saxofonist Michele Polga sonor seinen Holzbläser erklingen lässt. In gewissen Sequenzen schnurrt das Saxofon auch, derweil die Rhythmusgruppe gekonnt als Begleitung agiert. Ein Ohrenschmaus ist ohne Frage das sehr dynamisch angelegte Trompetenspiel Macchias. Auffallend ist bei dem Quintett bereits im Eröffnungsstück, dass Daniele Gordone ganz wesentliche Anteil an der musikalischen Inszenierung hat. Das für das Album namensgebende Stück schließt sich an den Eröffnungssong an. Übrigens hier und da denkt man beim Hören von „Carpenter“ auch an die Adderley Brothers und ihre Musik. Das trifft auch zu, wenn in „Illusion“ sich Trompete und Saxofon im Dialog vereinen. Übrigens einen ähnlich energievollen Stil wie Erroll Garner pflegt der Pianist Gordone, der Kaskaden des Klangs aneinanderreiht. Kraftvoll agieren beide Bläser, ohne die übrigen Quintett-Mitglieder gleichsam an die Wand zu spielen. Bisweilen sind die Bläser dabei sanftes Klanggewebe zu schaffen.
Gleich zu Beginn sind die Bläser bei „Colors“ präsent. Deutlich zeichnen sich allerdings auch die Basskonturen ab, die dem Bassisten Carlo Bavetta zu verdanken sind. Dieser begleitet Macchia auch bei seinem Solo, auf das nachfolgend der Saxofonist seine musikalischen Zeilen hinzufügt. In stetem Fluss ist das Klavierspiel, dass allerdings nicht belanglos dahinplätschert, sondern eher musikalischem Wildwasser gleicht. „River Dance“ sieht wie bereits angedeutet den Gastauftritt des Trompeters David Boato. Getragene Klaviersequenzen bilden die Eröffnung, gefolgt von sanften, getragenen Trompetenpassagen. Und auch der Saxofonist hat etwas zu sagen. Mit Seele bläst der Gasttrompeter sein Instrument. Das hat auch etwas von Melancholie. Und welcher Fluss zeigt uns nun einen Tanz, fragt man sich, auch angesichts der „perlenden Umspielungen“ des Saxofonisten. Sehr hörenswert ist insbesondere das Duett zwischen ihm und dem Trompeter. Nach „ Lucky Man“ folgt dann das Schlussstück „Johanna“, ohne dass der Hörer erfährt, wer Johanna ist, der man da ein „Ständchen“ widmet.
© ferdinand dupuis-panther, 2026
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Musicians
Antonio Macchia, trumpet
Michele Polga, saxophone
Daniele Gorgone, piano
Carlo Bavetta, double bass
Pasquale Fiore, drums
David Boato, trumpet (4, 5)
Track List
1) Carpenter
2) Illusion
3) Colors
4) River Dance
5) Lucky Man
6) Johanna
Compositions by Daniele Gorgone (1, 4, 5), Antonio Macchia (2, 3, 6)
















