Alyn Cosker – Onta
A
Calligram Records
Vorab einige Zeilen zu dem aus Ayr (Schottland) stammenden Drummer Alyn Cosker: „Drummer Alyn Cosker has long been one of the most in-demand jazz musicians on the Scottish jazz scene. A regular with the Scottish National Jazz Orchestra and top U.K. artists such as saxophonist Tommy Smith and pianist Bheki Mseleku, he is also frequently called to back international touring acts such as Joe Lovano, John Scofield, Dave Liebman, and Branford Marsalis. But Cosker’s broad interests and musical palette take him well beyond the jazz world, and he can just as readily be found alongside fellow progressive Celtic artists Capercaille, Karen Matheson, and Wolfstone exploring a distinctive blend of tradition, rock and other genre-smashing combinations.“
Mit dem Track „Onta“ – zugleich namensgebend für das Album – macht das vielköpfige Ensemble den musikalischen Reigen auf. Orchestrales dringt ans Ohr des Hörers. Teilweise scheint auch ein wenig Ambient hier und da ebenso durch wie elektronisch gerierte Klangwellen. Vokales ohne lyrische Textzeilen hören wir von RACHEL LIGHTBODY. Sie fügt sich in die Klanginszenierung als stimmlich-instrumentale Ergänzung ein. Prägnant ist zudem das sanfte Spiel des Vibrafonisten MIRO HERAK. In der Fortsetzung der Klanginszenierung vernehmen wir bei „Lullapalew“ zunächst den weichen Klang des Flötisten PAUL TOWNDROW. Fusion und Jazz Rock paaren sich in diesem Stück. Nicht zu überhören ist das Slamming des Basses, dank an EWEN VERNAL. Perlende Rhodes- Setzungen, TOM GIBBS zu verdanken, vermischen sich mit dem Klang des Saxofons, sodass eine sehr dynamische Songnummer entsteht, bis zum letzten Takt. Weiter geht es mit „About You“. In den Klangfärbungen knüpft dieses Stück durchaus an das vorherige an. Fender Rhodes trifft auf Altsaxofon und Effekte, die gleichsam einen Klangteppich bilden, auf den der Rhodes-Spieler seine Farbtupfer setzt, so als wäre er ein „Jackson Pollock der Musik“. Hören wir da am Ende gar einen schottisch-keltischen Folksong? Es scheint so zu sein. Dann erleben wir wohl den Drummer Alyn Cosker auch als Sänger.
Als eine Verneigung vor seiner Heimatstadt ist „Downtown AYR“ zu begreifen. Marschähnliches Drumming hören wir zu Beginn ebenso wie das gestrichene Cello, das JULIETTE LEMOINE zum Klingen bringt. Folkloristisches ist in den Song eingearbeitet worden, insbesondere wenn mit der Fiddle aufspielt wird. Das klingt wie ein Reel, oder? „Chorgesang“ kann man zudem lauschen. Dann verströmt der Track durchaus auch etwas Höfisches. Das gilt auch für die sich anschließenden instrumental gesetzten Sequenzen, bei denen das Fender Rhodes ebenso die Klangfärbungen bestimmt wie auch das „aufbrausende Schlagwerkspiel“. Und hört man da nicht auch noch Flötenpassagen? Gegen Ende ist man erneut bei einem Pub- Abend, bei dem zum Tanzen, zum Reel, aufgespielt wird. Mit „Làrach do Thacaidean“ wird das Album beschlossen. Vokalistin Karen Matheson, Gitarrist Davie Duinsmuir und Bassist James Lindsay sind die tragenden Säulen für den gälischen Song, den wir hören.
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Musicians
ALYN COSKER - drums, percussion, additional vox (1,3,5,6) loops (6), additional piano (1,3,6,7)
EWEN VERNAL - bass (1-6)
TOM GIBBS- Fender Rhodes.
DAN BROWN - effects wizard, Piano (6)
DAVIE DUNSMUIR - guitar (7)
JAMES LINDSAY - bass (7)
KAREN MATHESON - vox (7)
RACHEL LIGHTBODY - vox (1,5,6)
CHAD MCCULLOUGH - trumpet (6)
JULIETTE LEMOINE - cello (4)
MATTHEW KILNER - tenor saxophone (3)
LEON THORNE - tenor saxophone (6)
PAUL TOWNDROW - (chromatic whistle, koncovka, alto saxophone, flutes)
JENNA REID-SANDILANDS - fiddle (5)
MIRO HERAK - vibraphone (1)
JIM COSKER - keys (1)
Tracks
1.Onta (3:53)
2. Lullapalew (3:52)
3. And You (7:01)
4. Cassillis (6:38)
5. Downtown AYR (7:22)
6. Fools Full Heart (5:23)
7. Làrach do Thacaidean (3:06)
Tracks 1,3,4,5,6 composed Alyn Cosker. Track 2 Composed Alyn Cosker, Ewen Vernal,
Tom Gibbs, Paul Towndrow, Leon Thorne. Track 7 Arranged Alyn Cosker. Excerpt at the
end of ‘And you’ Words Robert Burns, music Alyn Cosker















