Orange Moon - Orange Moon (fdp)

Orange Moon - Orange Moon (fdp)

O

el NEGOCITO Records

Orange Moon – das sind der von SCHNTZL bekannte Pianist Hendrik Lasure, der Kontrabassist Manolo Cabras und der Drummer Mathieu Calleja.

Dabei hören wir auf dem vorliegenden Album nicht nur Kompositionen der einzelnen Musiker, sondern auch Gemeinschaftsarbeiten wie „Last Call“, „Propositions“, „Let's Dance“ und „Carote“, der Schlusstitel. Eröffnet wird das Album mit der Komposition von Henrik Lasure namens „Viscositeit“.  Das „Andante N°2“ und „To The Teachers“ stammen hingegen von Manolo Cabras und „Crystal Baby“ sowie „Moulin Le Retour“ von Mathieu Calleja.

Weiche Tastenwellen treffen in „Viscositeit“ auf langwellige Bass-Schwingungen. Hendrik Lasure entwickelt nach und nach ein perlendes Klangband, derweil Mathieu Calleja sein Schlagwerk sehr zurückgenommen einbringt, mit Blechrauschen vor allem. Und „solistisch“ lässt der Pianist des Trios den Track ausschwingen. In ähnlichem Duktus kommt „Andante N° 2“ daher. Dabei lässt der Bassist sich mit tiefer sonorer Stimme vernehmen. Lyrisch angelegt ist das Spiel von Henrik Lasure. Man hat beim Zuhören das Bild von fein rieselnden Schneeflocken vor Augen. Dieses Bild wird weggewischt, sobald Manolo Cabras mehr in den Vordergrund drängt.

Und doch ist es der Pianist, der immer wieder im musikalischen Mittelpunkt steht, auch im Fortgang des Stücks mit zerbrechlich-kristallinen sowie rollenden Klangbildern. Auch wenn „Moulin Le Retour“ aus der Feder des Bassisten stammt, heißt das nun nicht zwangsläufig, dass die Klanglinien allein vom Bassisten bestimmt werden. Zu Beginn hören wir eher ein Wechselspiel zwischen dem Tieftöner und dem Schlagwerker, der es klappern und klirren lässt. Danach steigt Henrik Lasure ins Geschehen ein, verhalten und Klänge mit Pause durchsetzend. Der Musik wohnt dabei eine gewisse Trägheit inne, so als würde eine sommerliche Hitzewelle das Leben verlangsamen.

Gemeinsam erarbeitet wurde „Last Call“: Im Zwiegespräch vernehmen wir anfänglich den Bassisten und den Pianisten. Beide lassen kurze Klangtropfen hören.   Dabei gibt es keinen richtigen Spannungsbogen, scheint ein Höhepunkt nicht angesteuert zu werden. Schrill sind die Töne, die wohl der Schlagzeuger durch das Langstreichen seines Sticks an Blechrändern erzeugt. Das lässt kurz aufhorchen, aber das war es dann. Zum Schluss noch ein Wort zu „Crystal Baby“. Mathieu Callejas steht dabei im Fokus, durch Taktaktak und Blechschrillen. Dazu röhrt der Bass von Manolo Cabras, ehe dann gleichsam aus dem Off bedächtiger Tastenfluss wahrnehmbar ist.

Wie auch die anderen Stücke hat man den Eindruck, das Trio verharre in ihren Kompositionen und Improvisationen in der allgegenwärtigen Kontemplation. Klangvolle Eruptionen sind nicht festzustellen. Zu entwickelnde Höhepunkte sind nicht Teil des musikalischen Konzepts. Die Klanglandschaft, die vor dem Hörer ausgebreitet wird, bleibt eben und flach, selbst kleine Klangkuppen sind nicht vorhanden. Das muss man als Konzept wirklich mögen, oder?

© ferdinand dupuis-panther





Infos

https://elnegocito.bandcamp.com/album/orange-moon
https://mathieucalleja.wordpress.com/orange-moon/
https://www.hendriklasure.com
https://manolocabras.com/manolocabrasbio.php
https://www.jazzhalo.be/reviews/cdlp-reviews/o/orange-moon-orange-moon/


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