Martin Wind X2

Martin Wind X2

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Laika Records

Martin Wind New York Bass Quartet / Martin Wind Quartet

 



Martin Wind New York Bass Quartet – Air


Ron Carter, der Bassist in der Band von Miles Davis, bündelt seine Hochachtung für das Ensemble in folgenden Worten: "Imagine an album on which four bassists and some guest musicians dare to play exceptionally difficult arrangements and succeed thanks to their outstanding skills. Well stop just imagining it. Because this album is the sounding proof that it can succeed."

Martin Wind, geboren in Flensburg und nun in New York lebend, hat mit dem New York Bass Quartet ein einmaliges Ensemble konzipiert, bei dem der Kontrabass im Fokus steht. "For this group I wanted to gather students from different stylistic backgrounds and expose them to a wide repertoire of pieces - from Bach chorales to pop songs to jazz adaptations. And because I didn't want the material to be repetitive week after week, my students and I started writing arrangements,"; so Wind im Kontext seiner Hochschullehrertätigkeit.

Johann Sebastian Bach steht am Beginn und am Ende des Albums, das einen Beatles Medley ebenso enthält wie beispielsweise Musik von Pat Metheney und Joe Zawinul. Zwei Eigenkompositionen des Bassisten Martin Wind  -  „I'd Rather Eat“ und „Iceland Romance“ – sind gleichfalls Teil der Einspielung.

Wer an den Kontrabass und seine Klangfärbung denkt, der wird aus einer Farbpalette wohl gedeckte und erdig-sandige Töne auswählen. Zugleich ist der Bass eher als ein Instrument zu charakterisieren, das Bodenständigkeit, Erdung, In-sich-Ruhen, Introvertierheit und Behäbigkeit beinhaltet. Ein auf der Bühne tanzender Bassist ist eher bei einem Boogie und Rockabilly spielenden Bassisten, aber nie bei einem Jazzbassisten zu finden. Ja, es gibt Bassisten wie Renaud Garcia-Fons, die ihren Bass präparieren, sodass er bisweilen einem Cello oder einer Baritongitarre gleicht. Das ist jedoch die Ausnahme. Auch beim vorliegenden Bass-Quartett ist der Bass ein Bass, ob mit dem Bogen lang gestrichen oder mit den Fingern gezupft. Auffallend, und das sei vorab angefügt, ist der Tatbestand, dass das NY Bass Quartet durchaus seine Wurzeln in der klassischen Musik hat.  Dass zweimal der Meister der Fuge Johann Sebastian Bach auf dem Album zu hören ist, kommt wohl nicht von ungefähr, oder? Dabei hat Martin Wind als Opener und als Finale eines der populärsten Stücke von Bach namens „Air“ ausgewählt. Die Eröffnung im Quartett ist sehr getragen inszeniert. Da scheint mehr Schwere als Luftigkeit mit im Spiel, eher Lamento als losgelöste Lebensfreude. Von der Lage, die die vier Bassisten, gewählt haben, könnte man meinen, dass auch eine Bratsche und ein Cello mitwirken, oder? Hört man das Stück, so vernimmt man einen schwachen Luftzug, in dem Kerzen sacht flackern.

Stimmen sich die Bassisten in „G-String“ zunächst ab, ehe sie sich dann als „Derwische am Tieftöner“ erweisen und so richtig loslegen? Dabei hat man in den nachfolgenden Sequenzen hier und da auch den Eindruck, ein wenig Bluegrass und Country spiele bei dem Stück eine nicht nur untergeordnete Rolle. Übrigens, man kann sich zum Gehörten durchaus vorstellen, Line Dance zu tanzen; Schrittfolgen, Einzählungen und Drehungen eingeschlossen. Schnarrend sind die Bassisten teilweise auch unterwegs. Als besondere Würze sind die Orgelklänge anzusehen, die dem Arrangement beigefügt sind, Diese stehen durchaus in der Tradition eines Jimmy Smith. Soul und Blues sind dann sehr gegenwärtig. Aber ein Bassquartett wäre kein solches, wenn nicht auch mindestens ein Basssolo in das Stück eingebunden wären. Da wandern dann die Finger behände auf dem Basshals hoch und runter und paraphrasieren die Sequenzen des Organisten, der sich in den Hintergrund zurückgezogen hat und nur ab und an fetzige kurze Melodiestriche setzt. Und am Ende erleben wir ein volltöniges Basstutti mit dem Thema des Stücks.

Mit dem „Beatles Medley“ ist die Erinnerung an die Popmusik der 1960er Jahre wieder lebendig. Angesichts des lyrischen Vortrags erinnert man sich daran, dass mit „Yesterday“ und „When I’m 64“ sowie „Norwegian Wood“ Beatles-Songs vorliegen, die eine eher melancholische und sentimentale Stimmung reflektieren. Irgendwie kommen dem Hörer die Sequenzen alle bekannt vor, auch wenn durch die Basslagen und das Saitengezupfe verfremdet. Nach einem Largo zu Beginn erleben die Zuhörer auch verjazzte Popmusik, die quirlig daherkommt, wenn man beispielsweise das erste Basssolo erlebt. Immer dann, wenn die Bässe mit dem Bogen gestrichen werden, muss man an ein kammermusikalisches Konzert denken. Lennon und McCartney sind dann marginal. Übrigens, „Lady Madonna“ – im März 1968 als 17. Single der Gruppe veröffentlicht - hat das Quartett in seine Hommage an Lennon und Konsorten auch aufgenommen.

Ins Jahr 1977 reisen wir mit dem nächsten Stück namens „Birdland“, das auf dem Weather Report-Album „Heavy Weather“ erschien. Der Titel ist eine Verneigung vor dem legendären Jazzclub gleichen Namens und zugleich auch ein Stück Geschichte des Rock Jazz bzw. Fusion. Die tieftönigen Bässe, von den einige kurz und andere lang mit dem Bogen gestrichen werden, werden in ihrem Spiel sowohl von dem Organisten Gerry Versacepiano wie auch dem Drummer Lenny White begleitet. Letzterer legt ein sehr repetitives Drumming an den Tag. Im Verlauf des Stücks sorgen einzelne Bassisten für stete Dramatisierung und das Durchscheinen des Themas. Streckenweise agieren die Bassisten durchaus mit rockigem Impetus, vernimmt man die Orgel mit spitzen Wah-Wah.

Eine Eigenkomposition von Martin Wind ist „I'd Rather Eat“. Sehr dramatisch, ein wenig auch aufgebracht, zeigen sich anfänglich die Bassisten, die sich zunehmend auf ein Stakkatospiel einlassen. Kurze Saitenanrisse vereinigen sich mit dunkeltönigen, langwellig anmutenden Klangpassagen. Vernehmen wir dabei ein Klagen und die musikalische Umsetzung von Abschied? Man könnte es meinen. Hat das Gehörte nicht auch die Anmutung von Grieg, auch und gerade hinsichtlich des Ausdrucks von Schwermut? Angesichts der Rhythmik, die das Quartett durchhält, muss man obendrein an die Rhythmik und das „Ostinato“ von Techno denken. Was für ein musikalischer Mix!

Bei „Tell Her You Saw Me“ ist gewiss jeder Hörer gespannt, wie dem Quartett die Umsetzung der distinkten Gitarrenriffs und Phrasierungen von Pat Metheny gelingen können. Dem Quartett wurde zunächst einmal ein Pianist beigefügt, der sich zeitweilig im Diskant bewegt. Das Spiel gleicht dabei fallenden Regentropfen bei Nieselregen. Zudem hören wir Gerry Versacepiano am Akkordeon, und dann scheint Musette bzw. das französische Chanson präsent – von Piaf bis Brel. Sehr weichgezeichnet erscheint das folgende Basssolo, zu dem der Pianist feinsten Tastenregen dazugibt. Ja, und dann ist da wieder der Akkordeonist, der sein Zuginstrument hintergründig spielt, während im Vorfeld Bassisten und Pianist agieren. Bei all dem vergisst man schnell die E-Gitarre von Metheny, oder?

Nein, keine norwegische oder finnische Romanze, auch keine schlicht nordische Romanze, sondern eine isländische Romanze hören wir im Anschluss. Die Komposition stammt von Martin Wind und verführt uns mit einer Mischung aus romantischer Musik und Kurpark-Orchester-Musik, die ins Operettenhafte abgleitet. Beim Hören ist außerdem an Kaffeehausmusik zu denken. Das hat auch eine gewisse Süßlichkeit. Ein Hinhörer schlechthin ist das folgende Solo einer der Bassisten. Da auf dem Cover der Hinweis fehlt, um wenn es sich handelt, kann man über den Solisten leider nur spekulieren. Auch ein wenig Folkloristisches, zwischen Mazurka und Kalinka, meint man im weiteren Verlauf des Stücks heraushören zu können. Und warum heißt das Stück eigentlich „Iceland Romance“?  Zum Finale gibt es dann in einer Trio-Version und einem Basssolo nochmals Johann Sebastian Bachs „Air“ zu hören.

Fazit: Es ist ein Album, um zur Ruhe zu kommen, um die Mitte auszuloten. Es gibt hier kein exaltiertes Zipp und Zapp, sondern Lyrisches von A bis Z – Balsam in diesen Zeiten!

© ferdinand dupuis-panther


Infos

www.martinwind.com
www.laika-records.com

Musicians:

Martin Wind (upright bass)
Gregg August (upright bass)
Jordan Frazier (upright bass)
Sam Suggs (upright bass)

Special guests:

Matt Wilson drums & percussion
Lenny White drums
Gary Versace piano organ, accordion

Tracks:

1. Air [Quartet Version] (J.S.Bach) 2:55
2. [Give me some] G-String (Martin Wind) 7:15
3. Beatles Medley (Lennon /McCartney) 8:48
4. Birdland (Joe Zawinul) 6:02
5. Silence (Charlie Haden) 8:06
6. I'd Rather Eat (Martin Wind) 6:50
7. Tell Her You Saw Me (Pat Metheny) 4:17
8. Iceland Romance (Martin Wind) 6:14
9. Air [Trio Version] (J.S.Bach) 3:33





Martin Wind Quartet – My Atorian Queen


Auf dem vorliegenden Album ist der aus Flensburg gebürtige Kontrabassist mit seinem Quartett zu hören. Von Thad Jones und Wilbur H. Bird  bis zu George Gershwin spannt das Quartett einen musikalischen Bogen. In diesen Bogen sind Eigenkompositionen von Martin Wind wie „Solitude“, „Out in P.A.“ und My Astorian Queen“ eingebettet. Der Pianist Bill Mays steuerte „Peace Waltz“ zur Abrundung des Albums bei. Dieses schließt mit „New York, New York“, wo Martin Wind vor 25 Jahren seine Zelte aufschlug. Von der Flensburger Förde hatte es ihn zum Big Apple verschlagen. Über den von Frank Sinatra popularisierten Song schreibt Martin Wind: “Matt and I love to use the term ‘going into the sandbox.’ It means to innocently sit down in the sandbox and to start molding, creating and truly playing with the material - and then react to what is starting to appear in front of you.” It seems that this approach is working: “After hearing our take, Bill Mays commented approvingly: ‘Man, you almost make me like that song.‘“

Mit viel Swing und perlendem Tastenspiel kommt zu Beginn des Albums  „Mean What You Say“ daher. Das Stück erweckt bei Martin Wind Erinnerungen an den legendären Club Village Vanguard und einem magischen Moment: „Während noch die letzten Besucher ihre Plätze einnahmen, stimmte die Rhythmusgruppe die ersten Töne des Stückes an. Schon beim Einspielen hatte ich gespürt, welche grandiose Akustik dieser kleine, verwinkelte Kellerraum hat. Dort mit einer der besten Bigbands der Welt spielen zu dürfen, war für mich als Flensburger ein überwältigendes Gefühl und definitiv einer der New York Momente, die ich nie vergessen werde.“ Doch zurück zu dem Arrangement von Wind, der dieses Stück von Thad Jones in sein Repertoire aufgenommen hat. Ein akustischer Leckerbissen ist das Trompetensolo von Scott Robinson, der uns an die Sternstunden des Jazz erinnert, als Jazz noch d i e Popmusik einer Generation wahr und im Radio gespielt wurde.

Bei dem Titel “Solitude” denkt man gewiss an Duke Ellingtons gleichnamige Komposition. Doch im vorliegenden Fall stammt das Stück aus der Feder von Martin Wind. Es entstand während des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020, also in einer Zeit, in der weltweit und nicht allein in New York viele Konzerte und Tourneen abgesagt wurden. Wie entstand diese Komposition? Hören wir, was Wind dazu sagt: “Ein Freund hatte mir Fotos von seinem Spaziergang an der Flensburger Förde geschickt. Auch nach all den Jahren in der Ferne gibt es bei mir diese Momente, in denen ich den Flensburg-Blues habe. Wenn die Sehnsucht nach dieser wunderbaren Ostseelandschaft erwacht– und nach Familienmitgliedern und Freunden, die in Norddeutschland geblieben sind.”

Sieht man nicht die Gondeln dahingleiten, man denke an den Film „Der Tod in Venedig“, wenn die ersten Takte erklingen? Schwebt da nicht dicker Nebel durch die Straßen? Sopransaxofon oder Klarinette – das stellt sich als Frage im Weiteren. Ohne Frage jedoch fängt Scott Robinson die Stimmung der Einsamkeit, auch den einsamen Bummler durch die fast menschenleeren Straßen während des Lockdowns musikalisch brillant ein. Das Leben scheint still zu stehen. Samten ist der Klang der Klarinette, die man auch trällern und trillern hört. Dann, ja dann, vermeint man, beschwingte Schritte von Strandspaziergängern vor dem geistigen Auge zu sehen. Kaskadierend agiert der Pianist an seinen schwarzen und weißen Tasten. Es ist eine gewisse Leichtigkeit, die von diesem Spiel, aber auch von dem des Klarinettisten ausgeht. Und das ist genau das Gegenteil dessen, was der Lockdown vielfach bedeutete, das Erliegen des kulturellen und sozialen Lebens, Depression, Verzweiflung und eben auch einsamer Tod durch eine Viruserkrankung.

Auffällig in dem Stück „Broadway“ ist das Bass-Saxophon von Scott Robinson, den Wind „die Stimme meiner Musik nennt“, weil er nahezu alle Holz- und Blechblasinstrumente spielt. „Sein Musikstudio, das er als sein ‚Laboratorium‘ bezeichnet, ist voll gestellt mit zum Teil sehr ungewöhnlichen Instrumenten, wie einem Bassbanjo, einem Theremin und dem seltenen, über zwei Meter großen Kontrabass-Saxofon. Scott ist ein unglaublich spontaner und feiner Musiker, der es schafft, mich nach all den Jahren immer noch zu überraschen und tief zu bewegen.“

Winds weitere musikalische Bezugsperson ist Drummer Matt Wilson, mit dem ihn blindes Vertrauen verbindet. „Matt hat mich sehr früh in seine Band geholt und mich sofort als gleichberechtigten Partner akzeptiert. Durch ihn habe ich angefangen daran zu glauben, dass ich wirklich nach New York gehöre. Seine Präsenz auf der Bühne ist so befreiend und beflügelnd, dass man das Gefühl hat, mit ihm an der Seite nichts falsch machen zu können.“

„Broadway“ wiederum hat den Beiklang von Big Band, obgleich wir nur ein Quartett erleben. Herauszuheben ist die besondere Klangfärbung, die dem Basssaxofon zu verdanken ist. Sehr verbunden ist das Stück dem Swing im übertragenen Sinne und abseits von Benny Goodman, oder? Zugleich erleben wir ein Stück New York, auch und gerade mit dem perlenden Pianosolo, das Teil des Stücks ist. Dabei scheint die Botschaft: Das Leben ist schön. Genieße das Leben, das zu kurz für Knäckebrot ist.

Kristallines hören wir zu Beginn von „Peace Waltz“, gefolgt vom sonoren Klang des gestrichenen Basses. Von den Harmonien her scheint sich im Spiel des Bassisten Martin Wind Schmerz und Verzweiflung zu bündeln, oder? Das steht im Kontrast zu den klaren und rinnenden Kaskaden, die uns der Pianist und Komponist des Stücks, Bill Mays, zu Gehör bringt. Während man zuhört, taucht vielleicht auch das Bild eines mäandrierenden Flüsschens mit kleinen Stromschnellen auf, dabei durch einen stillen Eichen-Buchen-Wald sich bewegend. Man denkt also an eine Idylle, einen Ort der besinnlichen Einkehr, an ein Stück unberührter Natur. Es scheint, so könnte man formulieren, die Musik der Romantik und Neoromantik in dem Stück durch und durch auf, keine Frage.

Nach ein wenig Latin Fever mit und ohne Cha Cha Cha und Samba, dank È Preciso Perduar, heißt es „My Astorian Queen“, ein musikalisches Präsent für die Metropole New York. Dies ist ein weiteres Eigengewächs aus dem Hause Martin Wind. Mit „New York, New York“ wird der Schlusspunkt des Albums gesetzt. Das Arrangement ist Martin Wind und Matt Wilson geschuldet, und dieses ist deutlich bluesiger als das Original.

© ferdinand dupuis-panther




Infos:

Martin Wind (upright bass)
Scott Robinson (tenor-, bass-saxophone, clarinet, trumpet)
Bill Mays (piano)
Matt Wilson (drums, percussion)

Tracks:

Mean What you Say (Thad Jones) 7:36
Solitude (Martin Wind) 5:30
Broadway (Wilbur H. Bird) 6:08
Peace Waltz (Bill Mays) 7:38
È Preciso Perduar (Carlos Cequeijo & Aleivando Luz) 5:04
Out in P.A. (Martin Wind) 8:04
My Astorian Queen (Martin Wind) 5:34
There’s a Boat that’s leaving soon for New York (George Gershwin) 4:57
New York, New York (Fred Ebb & John Kander) 3:15


Foto © Olff Appold (Hamburg, Deutschland)


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