Giuseppe Bassi – Ima Adesso
G
Dodicilune
„The new album was released by the Apulian double bass player and composer Giuseppe Bassi, an artist considered one of the most influential and committed figures on the international scene. As the title suggests, the project takes stock of the human and artistic experiences and encounters of his life and career. The title is inspired by the Japanese root 今 (ima), an ancient character dating back to the bronze inscriptions of the Zhou dynasty, which in Japanese thought is not only “now” in a chronological sense, but also a point of balance between past and future, a moment full of potential that evokes presence and awareness of the moment. Accompanying him on this extraordinary musical and inner journey are some of the leading names on the international jazz scene, such as Argentine saxophonist Javier Girotto, Swedish pianist Daniel Karlsson and drummer Lorenzo Tucci.“, so wird durch das Label das Album nebst Musikern vorgestellt.
Mit „So“ eröffnet das aktuelle Album. Brillant ist das Sopransaxofon-Spiel von Javier Girotto, der zwischen Lyrischem und Balladenhaftem changiert. Im Vordergrund steht das Melodische und die Schönheit der Melodie, auch wenn Giuseppe Bassi auf dem Bass Klangräume belegt. Und schlussendlich ist es Girotto, der uns mit seinem Spiel an weite Räume und unverstellte Landschaften bis zum Horizont denken lässt – und das jenseits von Fjord-Sound!
Pianist und Bassist nebst Drummer sind diejenigen, die „Best Cafè Near Your Home“ eröffnen. Dann jedoch hören wir das glockenhelle, sonore Sopransaxofon, das Javier Girotto mit Brillanz zum Klingen bringt. Farbenfrohe Weichzeichnungen sind es, die der aus Argentinien stammende und nun schon Jahrzehnte in Italien lebende Saxofonist uns präsentiert. Wäre ein Dokumentarfilm über eine Seenlandschaft musikalisch zu gestalten, dann wäre die Musik von Bassi und seinen Mitspielern gewiss dafür geeignet, auch wenn der Pianist in die Tasten greift und sich ein klanglicher Klangstrom ergießt.
Zu den Stücken des sehr hörenswerten Albums mit seinen melodischen Wohlklängen gehört auch „Tutto“. Was für die anderen Stücke des Albums gilt, trifft auch für dieses Stück zu: Javier Girotto steht im Fokus, sensibel vom Drummer und seinem Besenspiel begleitet. Dabei hat das Stück durchaus etwas Poetisches. Wie die musikalische Umsetzung eines Rinnsals mutet das Klavierspiel an, das wir hören, dabei auch im Diskant unterwegs. Girotto aber bestimmt nachfolgend erneut die Klangflächen, über die wir als Hörer gedanklich schreiten. „La Chanson De Helene“ folgt auf „Tutto“. Girotto ist in diesem Stück mit der andinischen Flöte zu erleben, jenseits von „El condor pasa“. Und doch scheint der Saxofonist und Flötist uns auch ein Stück der Folklore der Andenregion vermitteln zu wollen. Im Übrigen ist Girotto in dem benannten Stück auch am Saxofon zu erleben. Da scheinen zwei Klangwelten aufeinander zu treffen: Folkloristisches hier und Jazz dort. Giuseppe Bassi lässt es sich im Übrigen nicht nehmen, in einem Solo die Bass-Saiten sanft schwirren zu lassen.
Mit „Sueño“ werden wir gleichsam von den Musikern in eine musikalische Traumwelt entführt. Kontemplation ermöglicht dieses Stück, dank auch an Girottos lyrisches Saxofonspiel. Am Ende steht „ いま (Ima)“, das Stück, das dem Album den Titel gibt. So sind wir, interpretieren wir das japanische Zeichen, sowohl im Jetzt als auch in Balance. Diese beiden Transkripte existieren für das obige Zeichen.
© ferdinand dupuis-panther 2026
Musicians
Giuseppe Bassi, double bass
Javier Girotto, soprano sax, quena
Daniel Karlsson, piano
Lorenzo Tucci, drums
Tracks
1) So
2) Best Cafè Near Your Home
3) Broken Pen
4) Tutto
5) La Chanson De Helene
6) I Will Touch You
7) Sueño
8) Cattiva Lullaby
9) いま (Ima)
• COMPOSITIONS BY
Compositions by Sumire Kuribayashi (1, 9)
Giuseppe Bassi (2, 6, 8), Daniel Karlsson (3)
Lorenzo Tucci (4), Philippe Sarde (5), Javier Girotto (7)















