Giorgio Albanese – When time slipped away

Giorgio Albanese – When time slipped away

G

Dodicilune

„This project was born out of a genuine need: to find a sound that would represent a personal and musical journey spanning years. A sound that would encompass my Italian roots and the profound experience I lived in the United States, which I now feel is my second home. The music I wrote seeks a balance between Mediterranean melodies — warm and visceral — and an open, contemporary jazz language, capable of crossing boundaries. A direct reflection of my human and artistic path. The choice of an expanded ensemble—core quartet with three horns and voice—stems from the desire to explore a new sound, one I had never heard before but could clearly imagine. A kind of writing that goes beyond the traditional combo format, opening up to an orchestral breath, almost like a small big band, where each voice contributes to the overall vision. This music was not created to please, but to tell a story. And today, it is my most sincere form of expression.” (Giorgio Albanese)

Das Album mit ausschließlich Original-Songs erkundet das empfindliche Gleichgewicht zwischen mediterraner Melodik und der Sprache des Jazz mit einer erweiterten Besetzung – einem Basisquartett mit drei Blasinstrumenten und Gesang – internationaler Herkunft mit Ethan Klotz (US) und Juanito Saus (SP) am Saxophon, Tino Erdos (FRA) an der Posaune, Mahya Hamedi (IR) am Gesang, Domas Zeromskas (SLO) am Klavier, Stefano Battaglia (ITA) am Kontrabass, Nitzan Birnbaum (ISRL) am Schlagzeug und mit der besonderen Mitwirkung in einigen Songs von Rafael Heredia Horimoto (JPN) am Schlagzeug, Queralt Giralt (SP) am Cello und Yuval Agam (US) an der Flöte.

Von den ersten Takten an nimmt uns die Musik in ihren Bann. Ob man sie denn als Smooth Jazz bezeichnet oder nicht, ist eine Frage der Etikettierung. Auch wenn das erste Stück des Albums den Titel „Chi Chi“ trägt, kann man das, was wir hören, keineswegs mit den Begriffen Schnickschnack, Getue oder affektiertes Verhalten in Einklang bringen. Und das ist die deutsche Übertragung des Begriffs Chi Chi. Musikalisch ist das Solo des Bandleaders ein Leckerbissen: Giorgio Albanese lässt seine Finger über die Tasten des Akkordeons fliegen. Was dann zu hören ist, hat so gar nichts von klassischer Musette, französischem Chanson oder Folklore, sondern es sind „jazzige Perlensequenzen“, die wir erleben. Nicht minder im Fokus steht Ethan Klotz bzw. Juanito Saus am Saxofon. Ob nun Tenor- oder Altsaxofon die Stimme erhebt, ist dabei schwer auszumachen. Daher werden auch beide Saxofonisten an dieser Stelle genannt. Ein zentraler Klangpunkt ist zudem die Posaune in den Händen von Tino Erdos. Diese genannten Bläser lassen Klangwellen und Klangturbulenzen an unser Trommelfell dringen, Und auch das gehört zum Stück: der lautmalerische Hintergrundgesang von Mahya Hamedi. Anschließend erleben wir „Synthetic happiness“, obgleich kein Synth oder elektronische Musik eine Rolle spielt. Nein, Analoges ist zu hören, so auch sanfter Gesang, wiederkehrendes Tack-Tack und sensibles Gebläse, das sich dann jedoch als Maskierung entlarvt und spontan entlädt. Wieder ist es Giorgio Albanese, der mit seinem Intermezzo mit dem Akkordeon überzeugt. Schnell setzt er Klangkleckse an Klangkleckse gleich einem expressionistischen Gemälde. Danach ist es der Pianist Domas Zeromskas, der ein Tastenrinnsal zu einem Tastenstrom werden lässt. Wie gesagt die Stimme der Sängerin ist in den ersten beiden Stücken den Instrumentalisten gleichgestellt, wenn auch in „Synthetic happiness“ das Saxofon im gutturalem Vollklang für Furore sorgt. Aus den einzelnen Stimmen wird dann das Ensemble zusammengefügt, teilweise mit mediterranen Klang- und Rhythmusstrukturen. „Thinking about you“ ist das einzige Stück mit lyrischen Gesangsversen. Ansonsten lauschen wir auf dem Album von A bis Z einem Instrumentalensemble um den Akkordeonisten, der auch im zuletzt genannten Stück für Besinnlichkeit und Melancholie sorgt. Dabei scheint vom Charakter her auch Fado nicht fern zu sein.

Nicht so getragen und tragisch in den Ausdrucksformen kommt „Meta Blues“ daher. Eher orchestral zeigt sich die Band, aus der sich einzelne Solisten wie einer der Saxofonist löst und ein Solo spielt, aufgewühlt und feurig, aber fern von „8 to the bars“. Noch am ehesten erinnert Giorgio Albanese mit seinem Spiel an den klassischen Blues und an die Work-Songs, aus denen der Blues entstanden ist. Zum Schluss heißt es
„Unconditionally“. Fragile und kristallene Klavierklänge vereinen sich mit Gesang der einem Klangteppich gleicht. Im Duett agieren Posaunist und Akkordeonist. Mitsamt dem Gesang nähert man sich dann auch klassischen Chansons und Singer/Songwriter. Man hat den Eindruck, es werde von einer Liebesbeziehungen mit Höhen und Tiefen erzählt.

© ferdinand dupuis-panther




Musicians
Giorgio Albanese (ITA), accordion, composition, arrangements
Ethan Klotz (US), tenor / soprano sax
Juanito Saus (SP), alto sax
Tino Erdos (FRA), trombone
Mahya Hamedi (IR), vocals
Domas Zeromskas (SLO), piano
Stefano Battaglia (ITA), double bass
Nitzan Birnbaum (ISRL), drums

special guests:
Rafael Heredia Horimoto (JPN), percussion (2, 3, 5, 7)
Queralt Giralt (SP), cello (3)
Yuval Agam (US), flute (6)

Tracks
1) Chi-chi
2) Synthetic happiness
3) Thinking about you
4) Meta blues
5) Schizofrenie
6) Get there
7) Unconditionally
All compositions, lyrics (3) and arrangements by Giorgio Albanese


In case you LIKE us, please click here:



Foto © Leentje Arnouts
"WAGON JAZZ"
cycle d’interviews réalisées
par Georges Tonla Briquet




our partners:

Clemens Communications





Hotel-Brasserie
Markt 2 -
8820 TORHOUT


Silvère Mansis
(10.9.1944 - 22.4.2018)
foto © Dirck Brysse


Rik Bevernage
(19.4.1954 - 6.3.2018)
foto © Stefe Jiroflée


Philippe Schoonbrood
(24.5.1957-30.5.2020)
foto © Dominique Houcmant


Claude Loxhay
(18.2.1947 – 2.11.2023)
foto © Marie Gilon


Pedro Soler
(8.6.1938 – 3.8.2024)
foto © Jacky Lepage


Sheila Jordan
(18.11.1928 – 11.8.2025)
foto © Jacky Lepage


Raúl Barboza
(22.5.1938 - 27.8.2025)
foto © Jacky Lepage



Special thanks to our photographers:

Petra Beckers
Ron Beenen
Annie Boedt
Klaas Boelen
Henning Bolte

Serge Braem
Cedric Craps
Luca A. d'Agostino
Christian Deblanc
Philippe De Cleen
Paul De Cloedt
Cindy De Kuyper

Koen Deleu
Ferdinand Dupuis-Panther
Anne Fishburn
Federico Garcia
Jeroen Goddemaer
Robert Hansenne
Serge Heimlich
Dominique Houcmant
Stefe Jiroflée
Herman Klaassen
Philippe Klein

Jos L. Knaepen
Tom Leentjes
Hugo Lefèvre

Jacky Lepage
Olivier Lestoquoit
Eric Malfait
Simas Martinonis
Nina Contini Melis
Anne Panther
France Paquay
Francesca Patella
Quentin Perot
Jean-Jacques Pussiau
Arnold Reyngoudt
Jean Schoubs
Willy Schuyten

Frank Tafuri
Jean-Pierre Tillaert
Tom Vanbesien
Jef Vandebroek
Jean-Marie Vandelannoitte
Geert Vandepoele
Guy Van de Poel
Cees van de Ven
Donata van de Ven
Harry van Kesteren
Geert Vanoverschelde
Roger Vantilt
Patrick Van Vlerken
Marie-Anne Ver Eecke
Karine Vergauwen
Frank Verlinden

Jan Vernieuwe
Anders Vranken
Didier Wagner


and to our writers:

Mischa Andriessen
Robin Arends
Marleen Arnouts
Werner Barth
José Bedeur
Henning Bolte
Paul Braem
Erik Carrette
Danny De Bock
Denis Desassis
Pierre Dulieu
Ferdinand Dupuis-Panther
Federico Garcia
Paul Godderis
Stephen Godsall
Jean-Pierre Goffin
Claudy Jalet
Chris Joris
Bernard Lefèvre
Mathilde Löffler
Claude Loxhay
Ieva Pakalniškytė
Anne Panther
Etienne Payen
Quentin Perot
Jacques Prouvost
Jempi Samyn
Renato Sclaunich
Yves « JB » Tassin
Herman te Loo
Eric Therer
Georges Tonla Briquet
Henri Vandenberghe
Jean-Jacques Vandenbroucke
Peter Van De Vijvere
Iwein Van Malderen
Jan Van Stichel
Olivier Verhelst