After Church Club Münster, 1.Februar 2026
Es war ein gewöhnlicher Sonntagnachmittag im Winter bei kalten Temperaturen und blauem Himmel. Und wo kann man diesen verbringen, als „Lazy Sunday Afternoon“? Im Hot Jazz Club am ehemaligen Hafen von Münster. Duft von frischem Kaffee, leckerer Kuchen sowie entspannte Live-Musik verbinden sich hier auf das Angenehmste.

Die einen kommen, um Freunde zu treffen und nebenbei gute Musik zu erleben, die anderen, um sich ganz und gar auf die Musik einzulassen. Das ist die Gemengelage für „Pub Music“. Für die Musiker ist das durchaus herausfordernd.
Drei Sets spielte das Manfred Wex Trio. In der hiesigen Jazz-Szene ist der aus Münster stammende Saxofonist Manfred Wex kein Unbekannter. Und so kam der eine oder andere auch, um ihn mal wieder live zu erleben. Lyrisches, Balladenhaften, Bop, ein Hauch Calypso und das American Songbook von Victor Young bis Thelonious Monk und Charlie "Bird" Parker beinhaltete das Programm, das einen entspannten Nachmittag versprach. Eingängig waren die Melodien, die das Trio spielte. Das Melodische war prägend, auch bei der Miles Davis’ Komposition „Solar“, fast ebenso bekannt wie „So What“. Einprägsam war das Thema, prägnant das Spiel von Manfred Wex. „Saxofon-Rausch vom Feinsten“ erlebte man.

Das Trio agierte wie zum Beispiel bei „Love Letters“ und „My Beautiful Love“ nie als Monolith, sondern wurde „heruntergebrochen“, in Solos und bisweilen in Duos. Dabei zeigte sich zum Beispiel der Schlagzeuger Udo Schräder mit sensiblem Besen- und Stockspiel in kurzen oder längeren Intermezzos. Nein, der Bass, den Frank Konrad spielte, war kein Kontrabass, sondern ein E-Bass, dessen Saiten nicht schnarrten wie bei vielen Kontrabassisten. Weichklang stand stattdessen auf dem Programm und nicht das vielfach sonst zu hörende Saiten-Schnarren des akustischen Basses. Das fügte sich wunderbar zum überwiegend sonoren, weichgezeichneten Tenorsaxofon-Spiel von Manfred Wex.

„Ohrwürmer“ des Jazz wurden zum Besten gegeben, so „Bye, bye Blackbird“, in der Blütezeit des Jazz gewiss ein Titel, der zur sogenannten blauen Stunde vorgetragen wurde. „How Deep is the Ocean“, ein sogenannter Evergreen des Jazz, stand ebenso auf dem Programm wie „Blues For Alice“ (Charlie Parker) und „Blue Monk“ (Thelonious Monk). Krönender Abschluss war dann „Light“, eine Eigenkomposition des Saxofonisten Manfred Wex.

Unterdessen hatte sich der Hot Jazz Club schon etwas geleert. Auf die Zugabe konnten die Zuhörer übrigens gut und gerne verzichten, denn das musikalische Programm, das zu hören war, stellte jeden Jazzliebhaber zufrieden, vor allem die, die auf Bop und beyond stehen. Also dann, bis zum nächsten Sonntagnachmittag im After Church Club am Hafenweg in Münster.
© fotos und text ferdinand dupuis-panther 2026
https://www.hotjazzclub.de/events/
Musicians
Manfred Wex – Sax
Frank Konrad – Bass
Udo Schräder – Schlagzeug
Tracks
Love Letters (Victor Young)
Have You Met Mrs. Jones (Rodgers & Hart)
Black Orpheus (Luiz Bonfa)
Solar (Miles Davis)
Beatrice (Sam Rivers)
Recorda Me (Joe Henderson)
Beautiful Love (Victor Young)
Bye Bye Blackbird (Ray Henderson)
How Deep is the Ocean (Irving Berlin)
Redemption Song (Bob Marley)
St. Thomas (Sonny Rollins)
Darn That Dream (Jimmy van Heusen)
Park Palace Parade (Sonny Rollins)
Blues For Alice (Charlie Parker)
Blue Monk (Thelonious Monk)
Light (Manfred Wex)
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