Søren Bebe Trio - Echoes

Søren Bebe Trio - Echoes

S

self production

Ein klassisches Jazztrio präsentiert sein jüngstes Album. An der Seite des Pianisten Søren Bebe hören wir den Bassisten Kasper Tagel und den Drummer Anders Mogensen. Die ersten drei Kompositionen des Albums stammen von Søren Bebe: „Echoes“, „Waltz for Steve“ und „ Winx“. Der Feder des Bassisten Kasper Tagel entstammt „Homeward“. Zu hören ist aber auch „Kærlighedstræet“ (trad.) und „Jeg er træt og går til ro“ (J. Malling) sowie „Sospiri, Op.70“ (E. Elgar). Als Gemeinschaftswerk entstand „New Beginning“ (S. Bebe, K. Tagel, A. Mogensen).

Von Schwere sind die Kompositionen Bebes geprägt. Es ist eine Schwere, die mit dem Gezeitenstrom, mit dem Wechsel von Nieselregen zu Sturm, Orkanböen, Taifun und Naturkatastrophen verknüpft scheint. Der Mensch, so die Botschaft, ist nur ein Spielball, Staffage inmitten ungezügelter Natur, nicht agierend, sondern nur noch abwartend. Unbill des Lebens muss ausgehalten werden. Episch ausladend ist dabei das Trio-Spiel, angereichert mit klassischen Anknüpfungen.

Selbst das lyrisch ausschweifende „Kærlighedstræet“ verharrt in Getragenheit. Einige Klangsequenzen gleichen tiefen Seufzern.  Andere bergen in sich einen Ansatz von Lamento. Grau und Schwarz sind die Farben, die mit der Musik einhergehen. Ein tief verhangener, grauer Novemberhimmel drängt sich als Assoziation zu dem auf, was wir hören.

Die Rede ist von Eis, Schnee, Kälte, kurzen Tagen, wenig Sonnenlicht in „Jeg er træt og går til ro“, so der Eindruck, lässt man die Melodielinien und Harmonien Revue passieren. Doch die Hoffnung auf Licht, auf das Eisbrechen und den Frühling scheint hier und da durch, insbesondere auch bei dem wohl gesetzten feinen Solo von Kasper Tagel und den Klangkaskaden, die Bebe beisteuert.    

Weite und weiter Blick strahlt die Komposition „Alba“ (S.Bebe) aus. Vielleicht wird der Blick am Skakerrag, wo die Wellen der Nord- auf die der Ostsee treffen mit der Musik eingefangen, vielleicht aber auch ein langer Strandspaziergang bei klirrender Dezemberkälte. Es drängt sich ähnlich wie in den Gemälden der dänischen Symbolisten ein Moment der Einsamkeit und der Sehnsucht auf, folgt man den melodischen Linien, die keine Ausschweifungen kennen, sondern eine gewisse Linearität.

Eine gewisse nordische Introvertiertheit bündelt sich auch in „Alone“, auch wenn diese Komposition noch am wenigstens einem Grieg‘schen Muster folgt, sondern durchaus voller Leben sprudelt, im wahrsten Sinne, verfolgt man Bebes Tastenspiel.

Zum Schluss noch ein paar Worte zu „New Beginning“: Perkussives steht am Beginn des Stücks. Wir hören ein nervöses, wenn auch verhaltenes Schlagen auf Blech, ehe Bebe seine Finger auf die Tasten setzt, von Pausen durchzogen und mit kurzem Fluss. Der Bass knarrt ein wenig. Lautstark ist keiner der drei Musiker. Der melodische Fluss entwickelt sich nach und nach. Dabei nehmen wir durchaus Drive und Tempo wahr. Signalisiert wird musikalisch ein Impulsschwall, Vorwärtsstreben und die Suche nach neuen Ufern. Ganz wesentlich am Duktus des Stücks ist der Drummer Anders Mogensen beteiligt. Er ist richtungsweisend, ohne dass es Eruptionen gibt, die am „Neuanfang“ stehen.

Text © ferdinand dupuis-panther – Der Text ist nicht Public Commons!


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www.sorenbebe.dk


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