Quentin Dujardin & Didier Laloy - Water & Fire

Quentin Dujardin & Didier Laloy - Water & Fire

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AGUA music

Nachdem jeder der beiden Musiker in der Vergangenheit eigene Projekte verfolgt und abgeschlossen hatte, fiel die Entscheidung für ein neues Album gemeinsam Musik zu komponieren. Diese Musik ist zwischen Jazz, Klassik, Weltmusik, Filmmusik und durchaus auch höfischer Musik – siehe die Komposition „Juin“ - einzuordnen.  

Über den Kompositionsprozess lesen wir auf der Homepage des Labels folgende Zeilen: „Two seemingly opposite musical temperaments seek a middle ground between hot and cold. Taking a risk they have combined two different conceptions of musical form and thought, a shock between Romanesque and Baroque. This richness gave birth to beautifully melodic songs (Avril and Les Avins sous les étoiles), and lively compositions (Storm and Alma). Their eloquence binding with intensity, the two artists complement each other wonderfully. In this way they reveal, for our greatest pleasure, a sound sensation with emotions that both burn and freeze.“

Anbei noch ein O-Ton der beiden Protagonisten der Einspielung: "We believe in this perpetual movement of creation. What a huge joy to share our music! The important thing is the personal enrichment and the freedom that we each take away from our risk-taking. This project is a magnificent one."


Mit „Water & Fire“ eröffnet das Duo Dujardin/Laloy die musikalische Reise. Zu hören sind u. a. auch „Avril“, „Storm“ und „Musette 2.2.“, aber  auch „Baroque“, „Juin“ (Juni) und „Mai“.

Das Rauschen des Wassers und das Glitzern des Sonnenlichts auf der Wasseroberfläche fangen die beiden Musiker in „Water & Fire“ ein. Dabei agieren beide Musiker in durchaus unterschiedlichen Lagen, auch im Bass, aber nie Unisono. Doch wer steht für das Feuer, für das Knistern, das Lodern, den Funkenschlag? Man hat über weite Strecken den nachhaltigen Eindruck, dass Panta Rei, also der stete Fluss, im Mittelpunkt steht und nicht die destruktive Kraft des Feuers.

Didier Laloy bringt uns in „Storm“ das Rumoren eines Sturms näher, begleitet vom gestrichenen Bass, der sich dem dunklen Heulen des Windes annimmt. Beim weiteren Spiel von Laloy drängt sich das Bild von sich dahin schiebenden Wolkenbänken auf. Kurze Tastenanspielungen suggerieren das Entfernen der Sturmfront. Glockenhell sind die Klangbilder, die Dujardin dazu zeichnet. Polternd, sich überschlagend im Schwirren der Saiten  – so macht der Bass schließlich auf sich aufmerksam und fängt damit das hin- und herziehende Unwetter ein.

Durchaus in der Tradition klassischer Akkordeonmusik bewegt sich „Musette 2.2.“. Das ist Walzer vom Feinsten, und man mag sich, die schwungvollen Tänzer um dem Maibaum oder beim Sommerfest dazu denken. Fein gewoben wie ein seidenes Spinnennetz erscheinen die solistisch vorgetragenen Gitarrensequenzen, ehe es dann wieder links herum und rechts herum geht, dank an das Akkordeonspiel von Didier Laloy.

Hört man „Baroque“, dann sind die Etüden von Fernando Sor und Musik von Luis de Narváez zu Beginn nicht fern. Doch durch die von Laloy eingebrachten Einfärbungen bekommt das Stück im Verlauf eine beinahe „sakrale Wendung“. Anmutungen von Vivaldi treten hinzu. Volles Klangvolumen nehmen wir wahr, einschließlich eines „vibrierenden wie auch knurrenden Kontrabasses“.

Bei „Juin“, von Laloy und Dujardin gemeinsam geschrieben, versteigen sich die Musiker ins Diskante und knüpfen in den melodischen Linien und Harmoniemustern an „Baroque“ an. Bisweilen meint man, die Musik der Romantik sei dem Stück ebenso wie mittelalterliche höfische Tänze hinzugefügt, ob Menuett oder Sarabande.

Gemeinsam haben die beiden Musiker auch das Stück „Mai“ Note für Note komponiert. In den Harmonielinien passt sich der „Wonnemonat“ bestens in die Inszenierung des Albums ein. Der Schlusstitel ist ein wenig ein Fremdkörper, denn all die übrigen Kompositionen sind Instrumentalstücke. Nur das letzte Stück namens „Soul Sister“ baut auf Gesang, dabei durchaus Singer/Songwriter, Soul und Blues streifend.

Text: © ferdinand dupuis-panther

Besetzung:

Quentin Dujardin (Gitarre, Bass, Perkussion)
Didier Laloy (diatonisches Akkordeon)
Adrien Tyberghein (Kontrabass)
NoHo (Gesang)
Nicolas Fiszman (Bass)

Weitere Informationen

http://didierlaloy.be/
www.quentindujardin.com


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