Jasper van't Hof B. E. Trio - Three of a kind

Jasper van't Hof B. E. Trio - Three of a kind

J

Jaro

Jasper van't Hof, in Enschede geboren, Kind eines Jazztrompeters und einer klassisch ausgebildeten Sängerin und Pianistin, hat insbesondere mit der Fusionband Pili Pili für Furore gesorgt. Doch er gründete auch Ensembles wie „Association P.C.“ sowie „Pork Pie“.

2018 wurde der niederländische Pianist mit dem Boy Edgar Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er arbeitete mit Archie Shepp, Manfred Schoof, Wolfgang Dauner, Zbigniew Seifert, Toto Blanke, Stu Martin, Alphonse Mouzon und Bob Malach zusammen, veröffentlichte einige Soloalben und legt nunmehr ein Album mit seinem Trio vor. Dieses Trio besteht neben Jasper van't Hof aus dem jungen niederländischen Kontrabassisten Stefan Lievestro, der zudem Pedal Steel und Steelguitar spielt, sowie dem niederländischen Drummer Jamie Peet. Alle Kompositionen auf dem vorliegenden Album entstammen der Feder van't Hofs. Man kann von dem Trio als einem Trio der Generationen sprechen. Es vereint Pop. Rock und Jazz auf sehr harmonische Art und Weise.

Zu hören sind auf dem Album Kompositionen wie „Our Man from Havanna“, „Flat the 5“, „Raindance“ und „Skopje“.  „Headpeeper“ ist nicht speziell für die aktuelle Veröffentlichung komponiert worden, sondern stammt noch aus der Zeit von Pili Pili. Den Abschluss des Albums bildet „Suzie Wrong“.

Nein, Jasper van't Hof präsentiert mit „Our Man from Havanna“ keinen Son oder Salsa. Zu beinahe nervösem Schlagwerkgewirbel werden Klangfäden miteinander versponnen. Urbane Unrast scheint sich auszubreiten, derweil Jasper van t‘Hof seine Finger über die Tasten des Klaviers springen lässt. Doch auch ein gänzlich anderes Bild stellt sich beim Zuhören ein:  Aus einer Quelle ergießt sich ein rasch zu Tal rauschender Fluss. Kristallklares Wasser wird eingefangen. Es gibt kein Zögern, sondern ein stetes Vorwärts mit starker, energetischer Basshand und feinen Diskant-Perlungen. Bei „Flat the 5“ verschmelzen die klanglichen Färbungen von Klavier und Keyboards. Bisweilen meint man gar, der niederländische Pianist würde einen analogen Synthesizer zum Klingen bringen. Zudem klingen einige Passagen so, als würden sie auf den hohen Registern einer Kirchenorgel gespielt werden, ohne in sakrale Musik abzugleiten.

„Raindance“ vereint den Klang der Südsee und des Surfsounds – wohl der Steelguitar bzw. Pedal Steel zu verdanken. Bilder von feurigen Lavaflüssen, die zischend ins Meer fließen, und Megawellen, auf denen waghalsige Surfer tanzen, drängen sich auf. Man meint im Verlauf das Stücks außerdem das Klangspiel auf der Triton-Muschel auszumachen. Doch was hat dies alles mit dem „Regentanz“ zu tun?

Eigenwillige klangliche Färbungen weist „Hot the Trot“ auf. Techno, House und Acid verschmelzen zu einer Melange. Hier und da scheint dann auch „Pili Pili“ und „Pork Pie“ durchzuschimmern. „Skopje“ steht als nächstes auf dem Programm: Ein wenig Balkanova mit und ohne „Säbeltanz“ umfängt uns beim Hören. Temporeich ist das Stück angelegt, das den Charakter einer Volksweise, gespielt ohne Hackbrett, Fiedel und Akkordeon, nicht leugnen kann.

„Headpeeper“ bewegt sich ein wenig im Fahrwasser von Funk, Soul und der Musik von Jimmy Smith.  Auch in diesem Song mischen sich die klaren Pianoklänge mit dem eher vibrierenden „Orgelklang“. Nachhaltig macht sich der Bassist der Gruppe bemerkbar und ergeht sich in fliegenden Saitensequenzen, unter die Jasper van't Hof seinen Akzente setzt. Neben rhythmischen Elementen, die wir ausmachen können, sind es Klangfluchten, die wir hören. Bildlich meint man, Kaskaden vor sich zu sehen oder aber abwechslungsreiche Wasserspiele wie die im Kasseler Bergpark. Das überwiegend getragen und lyrisch gestimmte Werk „Suzie Wrong“ steht am Schluss des aktuellen Albums.

Text © ferdinand dupuis-panther


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