Gianni Gebbia - Augmenta

Gianni Gebbia - Augmenta

G

self produced

Dem aus Palermo stammenden Saxofonisten und Klarinettisten Giannia Gebbia ist das vorliegende Soloalbum zu verdanken. Gebbia, der Autodidakt ist, gehört zu einer wachsenden Schar europäischer Vertreter der Improvisationsmusik. Alle aufgenommenen Titel entstammen Gebbias Feder.

Zu hören sind Kompositionen wie „Lascaux“, „Cocteau“, „Zhikr“, „Mére“, „Phylum“, „Omega Point“ und zum Schluss „d‘albe nuove“. Dabei spielt Gebbia nicht allein Sopransaxofon, sondern auch Cornettofon und Syntheziser.

„El deseo es vacìo“ eröffnet mit schrillen „Glockentönen“, über die sich eine wellenförmige Sopransaxofonlinie ergießt. Man lauscht einem Saxofon, das in seinem Ansatz hier und da an den vollen Klang einer Klarinette denken lässt. Doch es gibt auch die spitzen Tonlagen, das Echauffieren, das Tänzelnde. Was hören wir denn bei der Komposition „Lascaux“? Eine orientalische Flöte zu einer basslagige Posaune? Es scheint beinahe so. Irgendwie erinnert der Song auch an höfische Musik des Mittelalters, als man unter anderem Krummhorn spielte.

Wellenschlag und Windgetöse vernehmen wir in „Radura“. Sind da auch Loops eingebettet worden? Über der Grundlinie, die auf- und absteigt, setzte Gebbia seine „diskanten“ Konturen des Sopransaxofons. Kämen da noch ein konstanter Beat und hämmernde Redundanzen dazu, dann wären Technoanmutungen nicht sehr fern. So aber scheint die Komposition überaus geeignet, Bilder des Nordlichts mit klangfarbigen Schlieren zu untermalen. Getragene Linien vernehmen wir bei der Komposition „Cocteau“. Hin und wieder beschleicht den Zuhörer der Eindruck des Konzertanten und des Klassischen, zugleich auch des Liedhaften.

„Mére“ umfängt uns mit Orkanwinden und sehr bewegtem Saxofonspiel, so als wolle Gebbia das im Wind tanzende Blattwerk der Bäume einfangen. „Omega Point“ verquickt den reinen Saxofonklang mit „atmosphärischen Störungen“, die mittels Synthesizer erzeugt werden. Ein wenig untergründiger Hard Rock und Metallica, aber auch Geräuschmusik schwingt dabei noch mit, könnte man denken, ehe man dann dem völlig entfesselten Saxofon lauscht.

Flötenhaft klingt, was man im Schlussstück „d‘albe nuove“ zu hören bekommt. Und was liegt unter diesen Flötenschraffuren? Ein hoch gestimmter Dudelsack in einer Endlosschleife?

Text © ferdinand dupuis-panther – The review is not public commons!

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