David Becker - The Lonely Road

David Becker - The Lonely Road

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Acoustic Music

„David Becker ist ein grundsolider Straight-ahead-Jazzgitarrist, der bereits mit zwei Grammy-Nominierungen ausgezeichnet wurde. Für „The Lonely Road“ verlässt er sein gewöhnliches Trio zugunsten eines Solo-Projekts. Allerdings bedeutet „solo“ hier nicht „eine Gitarre“, da Becker sehr gewandt ein kleines Orchester aus akustischen und elektrischen Gitarren erstehen lässt. Der überwiegende Jazz-Charakter des Albums gerät zuweilen durch eine hochstimmig klingende Steelstring in fast folkige Gefilde.“ So liest man es auf dem sogenannten Waschzettel des Labels.

Von den zehn aufgenommenen Titeln sind acht Eigenkompositionen des diesmal solistisch agierenden Gitarristen, der neben E-Gitarre auch akustische Gitarre, Guitar Percussions, Slide Guitar und Acoustic Piano spielt. „My Foolish Heart“ stammt von Victor Young und der gleichfalls für das vorliegende Album aufgenommene Titel „Corcovado“ von A. C. Jobim. Mit der Eigenkomposition „The Lonely Road“ – namensgebend für das Album – beginnt David Becker seinen musikalischen Reigen, spielt den „Blues for Waldo“, entführt uns „Above the Clouds“ und beschließt den musikalischen Reigen mit „Bud's Last Toodaloo“. Übersetzt heißt dieser letzte Titel „Buds letztes Auf Wiedersehen“.

Mal wurde David Becker von den Fachkritikern als der Poet an der Gitarre bezeichnet, mal als ein begnadeter Gitarrenvirtuose beschrieben. Machen wir uns also selbst ein Hörbild davon!

Dank geschickten Samplings kann der Gitarrist David Becker nicht nur seine Gitarrenphrasierungen zum Besten geben, sondern so in „The Lonely Road“ im Hintergrund auch ein Klavier mit erklingen lassen. Dabei präsentiert er uns eine sehr lyrisch und narrativ bestimmte Komposition. Hören wir doch mal, was er mit dem Standard „My Foolish Heart“ anstellt. Technisch hat die Performance einige Mängel, werden doch die Finger allzu hörbar über die Saiten gezogen, sodass metallische Nebengeräusche den Hörgenuss in Teilen überdecken. Ansonsten scheint der Broadway sehr, sehr nahe. Anschließend geben wir uns dem Blues hin und lauschen „Blues für Waldo“, ehe sich David Becker an Jobims „Corcovado“ wagt. Ja, da ist er der Sound, den so viele für das „Girl from Ipanema“ schwärmen lassen. Der Song ist leicht und beschwingt in der Melodieführung. Wer zuhört, der kommt schnell ins Träumen von langen weißen Stränden und allerlei anderen Klischees, die mit Brasilien verbunden sind. „Neva“ entführt uns in die Welt von Samba und Rumba, aber auch zugleich in die der afrikanischen Beats. Darauf versteht sich David Becker ohne Frage. „Mit Buds letztem Auf Wiedersehen“ lässt Becker das durch und durch rund konzipierte Album dann ausklingen.

Text: © ferdinand dupuis-panther

Informationen

Label Acoustic Music
http://www.acoustic-music.de

Musiker
David Becker
http://www.davidbeckertribune.com


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