Ansgar Specht - Diversion

Ansgar Specht - Diversion

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DMG LC 00642, 2009

Die letzte CD-Veröffentlichung des Harsewinkeler Gitarristen Ansgar Specht liegt zwar schon eine Weile zurück, aber das ist ja kein Beinbruch. Gemeinsam mit weiteren acht Musikern, darunter der Trompeter und Flügelhornist Christian Kappe, der Bassist Reinhard Glowazke, der Saxofonist Axel Senge und dem E-Pianist Jens Schöwing präsentiert uns Specht zwölf Eigenkompositionen, die seine Vorliebe für Wes Montgomery, Pat Martino, George Benson und Stanley Turrentine hervorschimmern lassen. „Umwege“ („Diversion“) – so der Titel der vorgelegten CD – müssen die Zuhörer nicht nehmen. 

 

Sie können gleich mit „Short Cuts“ beginnen. Welche „Abkürzungen“ meinte der Autor der Komposition wohl? War der gleichnamige Film von Robert Altmann Anlass für den Titel? Auf alle Fälle können die Zuhörer melodiösen Jazz erwarten, der zwischen Bebop und Cool Jazz changiert. Mit eindrucksvollen Beats beginnen die „Abkürzungen“, ehe Christian Knappe seine Trompetenphrasierungen erklingen lässt. 
Kurz werden sie von brassigem „Quack, Quack, Quack“ unterbrochen, ehe sanftes E-Pianospiel einsetzt. Schließlich kommt dann auch Ansgar Specht mit seinen Gitarrenläufen hinzu, und man wünschte sich gewiss keine „Abkürzungen“, auch wenn diese Komposition irgendwann zu Ende ist. Doch mit „No Ballad“ und mit „Small Talks“ schließen sich Klangreihen an, die die Stimmung dank fröhlicher Klangfarben nicht ganz unerwartet aufhellen. 
Happy music eben – auch wenn das ein wenig abgegriffen klingt. Bisweilen denkt man beim Zuhören der verschiedenen Kompositionen, dass Miles Davis bei den Aufnahmen zugegen gewesen sei, wenigstens im Geiste. Rhythmus und Tunes gehen hier und da auch in die Beine – funky, funky, funky. Auch die Grenzen zu Fusion verschwimmen. 
Besonders der starke Beat bei „No Discussion here“ verführt zum Abtanzen. Das gilt auch bei „Bossa Caramba“, wenn lateinamerikanische Rhythmen ans Ohr des Zuhörers dringen. Upps, was hat es denn mit „Early Bird“ auf sich? Ist es eine Hymne für Charly „Bird“ Parker? Oder verneigt sich Specht vor zwei anderen Granden des Jazz, nämlich Nat und Cannonball Adderley, lauscht man den Grooves und Beats? 
Mit „Silent Moment“ und „What happens here“ klingt der Spechtsche „Umweg“ aus, und der eine oder andere Zuhörer hofft, auf eine direkte Fortsetzung. Schauen wir mal!


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